hier wird Musik gemacht

70 Jahre HHS Kelsterbach

27.Mai 2018           

Mitwirkung beim Frühschoppen zum 70jährigen Bestehen des,

  Handharmonika - Spielring - Kelsterbach e.V. 

 

Ein Kulturträger der Stadt

Musik- und Tanzeinlagen zum 70. Geburtstag des Handharmonika-Spielrings

Kelsterbach. Erst wippten die Gäste mit ihren Füßen im Takt, dann schunkelten sie zur Melodie oder sangen sogar mit. Fröhliche Melodien erfüllten am Sonntag das Fritz-Treutel-Haus. Denn der Handharmonika-Spielring Kelsterbach (HSK) hatte anlässlich seines 70-jährigen Bestehens zu einem musikalischen Frühschoppen eingeladen. 

Geboten wurde den rund 120 Gästen ein buntes Programm mit Musik- und Tanzdarbietungen. „Es ist zwar kein richtig runder Geburtstag, aber einen 70. Geburtstag sollte man entsprechend feiern“, fand der HSK-Vorsitzende Claus Grünewald.
„Das Akkordeon ist neben der Kirchenorgel eines der vielseitigsten Instrumente – mit dem Vorteil, dass es einfacher zu transportieren ist“, beschrieb Grünewald das Instrument. Dabei könne das Akkordeon nicht nur Schlager. Selbst bei einigen Liedern von Michael Jackson dürfe das Instrument nicht fehlen, meinte Grünewald. 
„Leider hat das Akkordeon heute nicht mehr so einen hohen Stellenwert“, bedauerte der HSK-Vorsitzende, der sich, wie andere Vereine auch, mit Nachwuchsproblemen konfrontiert sieht. Derzeit zähle der HSK rund hundert Mitglieder, der größte Teil unterstützt den Verein jedoch passiv. Immer mal wieder komme eine Handvoll Jugendliche zu Übungsstunden vorbei. 
Seit zehn Jahren bildet der HSK mit dem Akkordeon-Club Goldstein eine Orchestergemeinschaft. „Bei voller Besetzung kommen wir auf 22 Akkordeonspieler“, so Grünewald. „Das bringt mehr Spielfreunde und man kann schöner Musik machen.“
Dass Akkordeonmusik richtig flott sein kann, bewies das Orchester mit ihrer musikalischen Eröffnung. „Für das Jubiläum haben wir eine lockere und schwungvolle Mischung an Liedern vorbereitet“, versprach Dirigent René Senges. Vor allem die bekannten Schlagerlieder von Udo Jürgens’ „Griechischer Wein“ bis Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“ sorgten für gute Stimmung im Publikum. 
Einen musikalischen Geburtstaggruß überbrachte der Volkschor unter der Leitung von Dirigent Andreas Stein mit einer sommerlichen Liederauswahl. Als tanzende Bienchen traten die Zappelfüße der Tanzsportgruppe (TSG) Flair auf. Auf der Bühne glänzten außerdem die befreundeten Akkordeonorchester aus Walldorf und Wiesbaden-Sonnenberg.
Zahlreiche Glückwünsche überbrachten die Ehrengäste, darunter der Landesvorsitzende des Deutschen Harmonikaverband (DHV), Ingolf Schneider: „Einen so hohen Geburtstag hat man nicht mehr so oft in unserer Vereinslandschaft“, freute sich Schneider über das langjährige Bestehen des HSK. 
Helga Oehne, Stadtverordnetenvorsteherin und stellvertretende Vorsitzende des Vereinsrings, wünschte besonders dem Vorstand Motivation, Ansporn und Kraft für die Zukunft, um alle Herausforderungen zu meistern und ein wertvoller Kulturträger für die Stadt zu bleiben. 
Auch Bürgermeister Manfred Ockel fand lobende Wort für den Verein: „Der HSK ist in dreifacher Hinsicht der Inbegriff von Kontinuität“, meinte Ockel. So trage der Verein ununterbrochen seit sieben Jahrzehnten zur kulturellen Vielfalt der Stadt bei. Mit nur fünf Vorsitzenden seit 70 Jahren zeichne sich auch hier eine solide Beständigkeit ab. Auch das aktive Mitwirken langjähriger Mitglieder honorierte der Bürgermeister.
Der Verein nahm den festlichen Rahmen zum Anlass, um das Engagement der drei Gründungsmitglieder Karl Draisbach, Irene Eckert und Heinrich Hoffmann mit Präsenten zu würdigen. (mki)

PRÄSENTE überreichte der HSK-Vorsitzende Claus Grünewald (Zweiter von rechts) an die Gründungsmitglieder Karl Draisbach, Irene Eckert und Heinrich Hoffmann (von links). (Foto: Kriewitz)