hier wird Musik gemacht

Konzert 2016

Abwechslung ist Trumpf

Munteres Frühlingskonzert des Akkordeon-Clubs

FRÜHLINGSKONZERT: Der Walldorfer Akkordeon-Club unterhielt rund 150 Zuhörer in der Stadthalle mit einem abwechslungsreichen Programm. (Foto: Schwappacher)

Mörfelden-Walldorf. Beim Frühlingskonzert in der Stadthalle präsentierte der Akkordeon-Club Walldorf ein breites Repertoire. Von klassischen Stücken bis zum Musical war alles vertreten. Rund 150 Besucher verfolgten das rund zweistündige Konzert am Sonntagnachmittag, bei dem der Club auch seine verdienten Mitglieder ehrte.

Den Anfang machte das Orchester mit dem Titelstück der Operette „Maske in Blau“, danach ging es mit Hits des US-amerikanischen Trompeters Herb Alpert weiter. Während die musikalische Leitung beim Dirigenten Michael Bender lag, führte Vorsitzender Markus Bender durch den Nachmittag. In kurzen Anmoderationen stellte er die Komponisten mit ihren Werken vor und lieferte interessantes Hintergrundwissen.
Nach dem Orchester war der Nachwuchs an der Reihe. Als jüngste Club-Mitglieder spielten Max Mergen und Nathan Venzke mit ihrer Lehrerin Petra Neumann drei Nummern und zeigten, dass auch die jüngere Generation Gefallen am Akkordeon findet. Um nicht allein ältere Menschen anzusprechen, stelle der Club auch extra ein breites Programm für seine Konzerte zusammen, erzählte Markus Bender. Statt nur das aufzuführen, was viele mit der Akkordeonmusik verbinden, lege der Club viel Wert auf Abwechslung und Stücke jenseits der Volksmusik.
Das beste Beispiel dafür war der Auftritt des Akkordeon-Septetts, in dem die ambitioniertesten Musiker des Clubs spielen. Sie wagen sich an die besonders anspruchsvollen Nummern und boten in der Stadthalle „Unter Donner und Blitz“ von Johann Strauss sowie eine gelungene Interpretation von „Classic Rossini goes Pop“.
Im letzten Teil des Konzerts war wieder das Orchester auf der Bühne, bei dem Yvonne Neumann einen begeistert aufgenommenen Soloauftritt mit „Czárdás“ von Vittorio Monti hinlegte. Den musikalischen Schlusspunkt setzte der „Radetzky-Marsch“.
Beim Frühlingskonzert standen die aktiven Musiker im Mittelpunkt, oft vergessen gehen dabei langjährige Mitglieder, die im Hintergrund organisieren und aushelfen, sagte Markus Bender. Der Vorsitzende nutzte daher die Gelegenheit und bat Jürgen Margraf, Manfred Schlögel, Norman Salzmann und Harald Ivenz auf die Bühne. Die vier wurden für den Einsatz der letzten zehn Jahre geehrt.
Doppelt so lang ist Erich Neumann aktiv, der mit der Ehrenamtsplakette des Deutschen Harmonika-Verbandes ausgezeichnet wurde. Auf stolze 30 Jahre im Akkordeon-Club kann Ulrike Loell zurückblicken, der dafür die silberne Ehrenmedaille überreicht wurde. (seb)

http://www.freitags-anzeiger.de/moerfelden-walldorf/abwechslung-trumpf-id19069.html

Die richtigen Tasten gedrückt

22.03.2016 Von VOLKER ARNDT

Überwiegend ältere Zuhörer erschienen zum Frühjahrskonzert, bei dem das Akkordeon im Fokus stand. Sie waren vom abwechslungsreichen Programm begeistert.

Der Akkordeon-Club Walldorf gab in der Stadthalle Walldorf ein Frühlingskonzert, bei dem die Musiker bewiesen, wie vielseitig ihr Instrument ist.

Mörfelden-Walldorf. 

Beim Frühjahrskonzert des Akkordeon-Clubs Walldorf in der Stadthalle waren bis zu 14 Akkordeonspieler gleichzeitig auf der Bühne. Bei rund 34 Melodietasten je Instrument waren also 476 Tasten in Gebrauch, während das Erste Orchester des Clubs unter der Leitung von Michael Bender verschiedene Medleys zum Besten gab.

Wie bekannt, hat ein Akkordeon aber zwei Seiten, auf der linken befinden sich in der Regel die Bassknöpfe, deren Anzahl drei mal so hoch sein kann und die ebenfalls bedient werden wollen. „Die Tastenzahl ist abhängig von der Menge der eingerichteten Oktaven“, weiß Orchestermitglied Christiane Margraf.

„Heute werden nur die weißen und schwarzen Tasten gespielt, die wie beim normalen Klavier angeordnet sind“, erklärt Heike Salzmann, sie ist seit 20 Jahren im Vereinsvorstand aktiv. „Es klingt besser,“ erklärt sie, „wenn ein elektrisch-verstärkter Bass zusätzlich zum Einsatz kommt.“ Daneben waren noch Schlagzeug und eine elektrische Gitarre zur Verstärkung des Orchesters auf der Bühne.

Das Nachmittagsprogramm startete mit Melodien aus der Operette „Maske in Blau“. Klassisches von Johann Strauss bis Gioacchino Rossini bot das Akkordeon-Septett, das ebenfalls von dem Schlagzeuger Unterstützung erhielt.

Der Nachwuchs trat auf

Zwischendurch zeigten die Jüngsten des Orchesters ihr Können. Von ihrer Lehrerin Petra Neumann begleitet, traten Max Mergen und Nathan Venzke vor einem Publikum auf, zu dem auch Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) zählte. Unter den zahlreichen Gäste befanden sich hauptsächlich Senioren. Die 90-jährige Erna Ernst erzählt: „Von dem Konzert hatte ich in der Zeitung gelesen, es ist wunderschön. Eine große Freude für mich, all die bekannten Melodien wieder zu hören.“ Sie habe selbst einmal das Akkordeonspielen erlernt, aber das sei schon sehr lange her. „Ich hatte zwei Lehrer, beide jedoch habe ich durch den Krieg verloren.“

Dann erklärt sie noch den Unterschied zwischen einem Akkordeon und einer Ziehharmonika: „Beim Ziehen und Zusammendrücken der Ziehharmonika entstehen bei gleichem Tastendrücken unterschiedliche Töne. Beim Akkordeon bleibt der Ton in beiden Fällen hingegen stets derselbe.“

Einige Mitglieder des Akkordeon-Clubs wurden für ihre treue, langjährige Mitgliedschaft geehrt – darunter Ulrike Loell für „40 Jahre ehrenamtliche Organisation“. Sie erhielt die Ehrenmedaille des Vereins in Silber.

Die Gäste konnten unterdessen zwischen pfälzer und badischen Weinen auswählen. Außerdem wurden Lachs-, Krabben- sowie Aufschnittcanapés und Käse-Igel angeboten.

Gedenken an Avsenik

Mit den „musikalischen Frühlingsklängen“ – wie das Motto lautete – wurde auch der im vergangenen Jahr verstorbene slowenische Akkordeonist Slavko Avsenik geehrt. Mit seinen international bekannten „Original Oberkrainern“ verkaufte er mehr als 36 Millionen Tonträger. In der Stadthalle erklang sein Lied von 1970: „Auf der Autobahn“. Und fast schon obligatorisch endete die Veranstaltung mit dem Radetzky Marsch von Johann Strauss (Vater).

„Das Akkordeon ist solch ein schönes Musikinstrument. Wenn man das Spielen einmal erlernt hat, ist es vielseitig einsetzbar“, sagt Christiane Margraf begeistert. Über Interesse am Instrument und Zuwachs im Walldorfer Akkordeon Verein würden sich die Mitglieder freuen. Kontakt über den Ersten Vorsitzenden, Markus Bender, Telefon (0 61 05) 7 15 57.

Viel mehr als nur Volksmusik

Von Sebastian Schwappacher

AKKORDEON-CLUB Beim Frühlingskonzert steht auch der Nachwuchs auf der Bühne / Klassik bis Musical

WALLDORF - Beim Frühlingskonzert in der Stadthalle präsentierte der Akkordeon-Club Walldorf ein breites Repertoire. Von klassischen Stücken bis zum Musical war alles dabei. Rund 150 Besucher verfolgten das rund zweistündige Konzert, bei dem der Club auch seine verdienten Mitglieder ehrte.

Den Anfang macht das erste Orchester mit dem Titelstück der Operette „Maske in Blau“, danach ging es mit Hits des US-amerikanischen Trompeters Herb Albert weiter. Während die musikalische Leitung beim Dirigenten Michael Bender lag, führte Vorsitzender Markus Bender durch den Nachmittag. In kurzen Anmoderationen stellte er die Komponisten mit ihren Werken vor und lieferte interessantes Hintergrundwissen.

  • FÜR IHR ENGAGEMENT AUSGEZEICHNET
  • Für ihr Engagement im Hintergrund in den vergangenen zehn Jahren ehrte Vorsitzender Markus Bender Jürgen Margraf, Manfred Schlögel, Norman Salzmann und Harald Ivenz. Doppelt so lang ist Erich Neumann aktiv, der mit der Ehrenamts-Plakatte des Deutschen Harmonika Verbands ausgezeichnet wurde.

    Auf stolze 30 Jahre im Akkordeon-Club kann Ulrike Loell zurückblicken. Ihr wurde dafür die silberne Ehrenmedaille überreicht.

Nach dem ersten Orchester war der Nachwuchs an der Reihe. Als jüngste Club-Mitglieder spielten Max Mergen und Nathan Venzke mit ihrer Lehrerin Petra Neumann drei Nummern und zeigten, dass auch die jüngere Generation Gefallen am Akkordeon findet.

Um nicht allein ältere Menschen anzusprechen, stellt der Club auch ein breites Programm für seine Konzerte zusammen, erzählt Markus Bender. Statt nur das aufzuführen, was viele mit der Akkordeonmusik verbinden, lege der Club viel Wert auf Abwechslung und Stücke jenseits der Volksmusik.

Das beste Beispiel dafür war der Auftritt des Septetts, in dem die ambitioniertesten Musiker des Clubs spielen. Dort wage man sich an die besonders anspruchsvollen Nummern. Die Musiker boten in der Stadthalle „Unter Donner und Blitz“ von Johann Strauss sowie eine gelungene Interpretation von „Classic Rossini goes Pop“. Im letzten Teil des Konzerts war wieder das erste Orchester auf Bühne, bei dem Yvonne Neumann einen begeistert aufgenommenen Soloauftritt zu „Czardas“ von Vittorio Monti hinlegte. Den musikalischen Schlusspunkt setzt der „Radetzky Marsch“.

http://www.echo-online.de/lokales/kreis-gross-gerau/moerfelden-walldorf/viel-mehr-als-nur-volksmusik_16750741.htm