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Akkordeon-Club entführt in die Champagner-Welt von Schwabing

26.02.2008

Mörfelden-Walldorf. Der Akkordeon-Club Walldorf spielte beim Konzert in der Stadthalle nicht nur klassische Stücke wie „Die Zauberflöte“ oder Walzer, sondern auch Ohrwürmer der Neuen Deutschen Welle aus den 1980er Jahren. Die rund 200 Zuhörer waren besonders fasziniert von Stücken der Spider Murphy Gang wie „Schickeria“ und „Skandal im Sperrbezirk“, bei dem es heißt: „Unter 32,16,8, herrscht Konjunktur die ganze Nacht.“ Auch Rosi aus dem Sperrbezirk hatte sich nach Walldorf gewagt. Gleich zwei attraktive Mitglieder des Akkordeon-Clubs traten als Rosi auf und hielten ein Schild mit der bedeutenden Telefonnummer in die Höhe: Jennifer und Beate bekamen für ihren Mut sehr viel Beifall.

„Wir entführen Sie heute in die Champagner-Szene von München-Schwabing mit Prominenten wie Rudolf Moshammer, Helmut Fischer und Ruth-Maria Kubitschek“, meinte Moderator Erich Neumann schmunzelnd. Das Erste Orchester unter Leitung von Michael Bender bewies dabei, dass es im Unterhaltungssektor ein großes Repertoire hat. Die Musiker, die auch für Familienfeiern gebucht werden können, gefielen mit klassischen Stücken wie dem „Florentiner-Marsch“ von Julius Fucik, für das lange, melodische Werk gab es viel Beifall. Das Orchester spielte den bekannten Marsch nach einer Bearbeitung von Bruno Hartmann.

Bei „Classic meets Pop“ kombinierten die Musiker Klassiker wie die „Toccata“ von Johann Sebastian Bach mit Disco-Rhythmen des 20. Jahrhunderts. Auch für dieses Experiment und den hervorragenden Schluss gab es viel Beifall. Bei „Die glorreichen Sieben“, das von Elmar Bernstein komponiert wurde, überraschten die Musiker mit ihren Cowboy-Hüten.

Das Akkordeon-Septett des Walldorfer Clubs unterhielt mit dem melodischen „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens. Die sieben Musiker beeindruckten auch mit „Hotel California“ von der US-Rockband Eagles. Dabei sorgten sie mit Lichtern für die passende Atmosphäre. Höhepunkt des Auftritts war zweifellos „Griechischer Wein“. Hier kamen Urlaubsgefühle an einen schönen Abend am Meer in Südeuropa auf. Viele Gäste summten beim Ohrwurm von Udo Jürgens mit. Erich Neumann war besonders stolz, dass er auch anspruchsvolle Werke des Jugendorchesters ankündigen durfte. Zunächst setzten die Jugendlichen Mozarts „Zauberflöte“ in einer modernen Version um. Die zehn Jugendlichen bewiesen auch bei einer Suite über James Bond- Filme ihr Talent. Die spannenden Filmmelodien aus „Dr. No“, „In tödlicher Mission“ sowie „Goldfinger“ interpretierten die Jugendlichen gekonnt. Die modernen Rhythmen brachten viel Beifall ein. Heiterkeit kam beim Auszug aus dem Musical „Das Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber auf, zum Schluss entführte das Phantom die Dirigentin Petra Neumann. Zum Finale spielten Jugendorchester und Erstes Orchester (Leitung Michael Bender) gemeinsam „Conquest of Paradise“ von Vangelis. Für diesen Ohrwurm, den der Boxer Henry Maske bekannt machte, gab es Sonderapplaus und die Zuhörer forderten eine Zugabe.

Die Vorsitzende Christine Margraf zeichnete auch zwei Mitglieder für 40-jährige aktive Mitgliedschaft aus: Irene Bender und Dieter Massinger erhielten eine Verdienstnadel in Silber und eine Urkunde. (dib)

Darius Jourdan und Christian Bender