hier wird Musik gemacht

Konzert 2013

Akkordeon ganz beschwingt

06.03.2013 10:32:34

MÖRFELDEN-WALLDORF

Der Akkorden-Club Walldorf freut sich über Interessenten und neue Musikschüler.

Informationen gibt es bei Petra Neumann, Telefon 06105 6858. WALLDORF.

Einen abwechslungsreichen Nachmittag bot der Akkordeon-Club Walldorf in der Stadthalle. Vorfreude auf den Frühling kam nicht nur angesichts des strahlenden Sonnenscheins auf. Auch der Walldorfer Akkordeon- Club sorgte bei seinem Jahreskonzert mit beschwingten Melodien für gute Laune beim Publikum. Der Saal der Walldorfer Stadthalle war mit rund 160 Gästen ausverkauft, es mussten sogar noch zusätzliche Stühle geholt werden. Auf den liebevoll gedeckten Tischen sorgten Kerzen und Blumen für eine schöne Atmosphäre. Dazu gab es selbst gemachte Kanapees, sodass sich die Zuhörer gemütlich zurücklehnen und dem Orchester lauschen konnten. Den Auftakt des musikalisch anspruchsvollen und abwechslungsreichen Konzerts übernahm das Septett des Akkordeon-Clubs. Auf dessen Programm standen „Dichter und Bauer“ von Franz von Suppé sowie Melodien aus „Lord of the Dance“ und George Bizets „Carmen“. Anschließend hatte ein ganz junger Künstler seinen ersten großen Auftritt. Erst vor knapp einem Jahr hat der siebenjährige Nathan Venzke mit dem Akkordeonspielen begonnen. Entsprechend aufgeregt war er, bevor er mit seiner Lehrerin Petra Neumann „Oh when the saints“ und „Kuckuck, Kuckuck“ spielte. Beide Stücke meisterte der junge Musiker mit Bravour und erntete so viel Applaus, dass er eine Zugabe spielen musste. Wie Moderator Erich Neumann erläuterte, ist Nathan derzeit der einzige Akkordeonschüler, der bei einem der Orchestermusiker Unterricht nimmt. Dies und die Tatsache, dass es kein Jugendorchester mehr gibt, lässt um die Zukunft des schönen Instruments und den Fortbestand des Orchesters ein wenig bangen. Mit solch düsteren Gedanken aber wollte sich keiner der Zuhörer beschäftigen, sondern vielmehr den schönen Melodien lauschen, mit denen das Erste Orchester sein Publikum verzauberte. Unter Leitung von Michael Bender spielten die Musiker unter anderem „Highlights“ aus den Werken von Giuseppe Verdi, Auszüge aus dem Musical „Die Schöne und das Biest“ und aus dem „Phantom der Oper“ und große Hits von Tom Jones. Das Publikum summte munter mit, wippte mit den Füßen und honorierte jedes der Stücke mit begeistertem Applaus. Alles in allem ein rundum gelungener Nachmittag – sowohl für die Zuhörer als auch für das Orchester. 06. März 2013 | | ake | Akkordeon ganz beschwingt Musik – Walldorfer Musiker bietet ihren Zuhörern vielseitiges Programm – Nachwuchssorgen

Das Septett des Akkordeon-Clubs begeisterte die rund 160 Besucher des Frühjahrkonzerts. Foto: Karlheinz G. Niess Klangerlebnis der besonderen Art Das Akkordeon ist ein häufig unterschätztes Musikinstrument, denn dass mit dem Schifferklavier tolle Musik gemacht werden kann, zeigte eindrucksvoll der Akkordeon-Club-Walldorf. Bei seinem gut besuchten Konzert, rund 160 Gäste kamen in die Stadthalle, konnte der Musikverein die ganze Bandbreite des Instruments vorstellen. Los ging es mit dem Septett. Den klassischen Melodien von Franz von Suppé folgten die schnellen Rhythmen des irischen Tanzstücks "Lord of the Dance". Zum Abschluss lieferte das Septett des Akkordeon-Clubs mit Georges Bizets "Carmen" noch stimmungsvolle spanische Melodien. Danach eroberte mit Nathan Venzke der Nachwuchs die Bühne. Der Siebenjährige hat vor rund einem Jahr mit dem Akkordeonspiel begonnen und zeigte, begleitet von seiner Lehrerin Petra Neumann, was er schon gelernt hat. Vor der Pause durften sich die Gäste noch über einige bekannte Melodien freuen. Das erste Orchester spielte Höhepunkte von Giusppe Verdi, aber auch Themen aus Doktor Schiwago und ein Potpourri unter dem Motto "Classic meets Pop" machte Lust auf mehr. Allerdings standen erst einmal 20 Minuten Pause an, bevor der zweite Teil des Konzertes kam. Wieder war es das erste Orchester unter der Leitung von Michael Bender, welches das Publikum begeisterte. Es waren vor allem moderne Musicalstücke, die nun in ungewohntem Klang erschallten. Als erstes waren die "Schöne und das Biest" an der Reihe, dann folgte das "Phantom der Oper" und ein Stück von Andrew Lloyd Webber, nämlich "Memory". Dafür gab es viel Beifall. Und ebenso der "Final Countdown" . Zum Abschluss kam der unverwüstliche Tom Jones gewissermaßen noch zu Wort. Seine größten Hits, gespielt auf Akkordeons, ist keine alltägliche Musikkost. Begeisterter Beifall war der Lohn der vielen Gäste für dieses ungewöhnliche Musikerlebnis. Und so manch einer hatte festgestellt, dass mit Akkordeons doch deutlich mehr zu machen ist, als nur Stimmungsmusik.